Aktuell sind in Deutschland 2,6 Millionen Menschen pflegebedürftig. Studien zeigen, dass es schon in 15 Jahren 3,4 Millionen Menschen sein werden. Um zu gewährleisten, dass diese Menschen in ihrem gewohnten Umfeld bleiben können, sind pflegende Angehörige ebenso notwendig wie professionelle Pfleger. Ohne eine bessere Qualität der Versorgung und eine höhere Entlohnung wird dies aber kaum noch möglich sein.

Um diese Wünsche zu erfüllen, sind tiefgreifende Reformen auf Bundesebene nötig. Durch eine große Reform der sozialen Pflegeversicherung, der Pflegestärkungsgesetze (PSG) I, II und III, der Reform der Pflege- und Familienpflegezeit sowie der Pflegeberufe sind diese Umbrüche bereits in vollem Gange.

Verbesserung in mehreren Stufen:

- seit 01. Januar 2015 bestehen mehr ambulante Leistungen für die häusliche Pflege

- Leistungsbeiträge wurden um vier Prozent erhöht

- ab 01. Januar 2017 gelten fünf Pflegegrade und ein neues Begutachtungsverfahren

- an Demenz erkrankte Personen erhalten eine bessere Unterstützung

Was verbessert sich für die Pflegenden?

Die stationäre Pflege soll deutlich verbessert und gestärkt werden, nicht nur durch eine attraktivere Gestaltung des Berufsbildes Pfleger. Arbeitsbedingungen und Perspektiven innerhalb des Pflegebereiches werden geprüft und verbessert, um das Pflegepersonal zu motivieren und zu qualifizieren. Dies gilt für Pflegeeinrichtungen wie für Krankenhäuser.

Hierbei spielt zusätzlich die neue generalistische Pflegeausbildung eine große Rolle. Zukünftig werden dann Pflegefachkräfte ausgebildet, die die Grundkompetenzen der bisher drei verschiedenen Pflegeberufe Altenpflege, Gesundheits- und Krankenpflege sowie Kinderkrankenpflege vereinen, erweitert um eine individuelle Orientierung in einen der Fachbereiche. Außerdem soll die Akademisierung der Pflegeausbildung weiter vorangetrieben werden.

Das Pflegestärkungsgesetz III wird im Jahr 2016 außerdem mehr Verantwortung an die Kommunen abgeben, damit diese in Zukunft eine bessere soziale und pflegerische Infrastruktur entwickeln können.